Untersuchungsgegen-
stand: Frauenpolitik

20. Juni 2002, 08:43
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Heute: Frauenorganisationen wehren sich gegen Diffamierungen durch den parlamentarischen Untersuchungsausschuss

Heute tagt wieder der parlamentarische Untersuchungsausschuss, der die Vergabemodalitäten des ehemaligen Sozialministeriums und des Arbeitsmarktservice im Zeitraum 1995-99 untersuchen will. Der Untersuchungsausschuss lädt zum wiederholten Mal Mitarbeiterinnen von Frauenvereinen vor. Dort werden sie dann zu ideologischen Ausrichtungen ihrer Vereine befragt. Kritikwürdig scheinen dem Ausschuss gar allgemeine Standards, wie explizite Frauenpolitik und Frauen- und Mädchenförderung. Die Vereinsmitarbeiterinnen sind mit Unterstellungen, Diffamierungen und sogar Kriminalisierungsversuchen konfrontiert.

Offizielle Entschuldigung gefordert

Wer sich für Chancengleichheit von Frauen und Männern einsetzt, soll in Zukunft nicht mehr förderungswürdig sein - darauf laufen die Ambitionen des eifrigsten Befragers NR-Abg. Helmut Kukacka (ÖVP) hinaus.

Die Frauenvereine wehren sich mit der Kundgebung gegen die Rufschädigung und Behinderung ihrer Arbeit. Sie fordern ein Ende der schikanösen Behandlung sowie eine Wiedergutmachung in Form einer offiziellen Entschuldigung. Organisiert von AG Dissidentinnen, einem Ad-hoc Zusammenschluss von Fraueneinrichtungen.

Kundgebung mit:

  • Johanna Dohnal - erste Frauenministerin bis 1995
  • Sieglinde Rosenberger - Politikwissenschafterin
  • Vanessa Wieser - ehemalige Virginia Woolf Schule
  • Anneliese Erdemgil-Brandstätter - Obfrau des Netzwerkes österr. Frauen- und Mädchenberatungsstellen
  • Anna Sporrer - EU-Gleichstellungsexpertin
  • Eva Dité - Schauspielerin - bietet Kostproben aus den Befragungsprotokollen (red)
  • Kundgebung
    vor dem Parlament
    heute
    um 10.30 - 12 Uhr


    Kontakt/Info:
    Tel: 0676-77 51 121
    Email

    Siehe
    Ausschuss für Frauenausschluss
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