Deutsche Telekom-Chefs verzichten freiwillig auf Aktienoptionen

18. Juni 2002, 12:32
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Aktionärsschützer: Vorstandsverzicht auf T-Aktienoption überfällig

Deutsche Telekom-Chef Ron Sommer und seine sieben Vorstandskollegen reagieren auf die harsche Kritik an ihren Bezügen: Sie wollen in diesem Jahr freiwillig auf den Erhalt von Aktienoptionen verzichten. Ein entsprechender Vorschlag solle dem Aufsichtsrat als freiwillige Einsparmaßnahme unterbreitet werden, teilte ein Unternehmenssprecher am Dienstag in Bonn mit. Neben den Telekom-Vorständen sollen außerdem 3.000 weitere Führungskräfte auf die Hälfte ihrer Aktienoptionen verzichten.

Beschränkung

Der Beschluss gilt allerdings nur für Aktienoptionen, die in diesem Jahr beschlossen werden sollten. Das bereits im vergangenen Jahr ausgehandelte Aktienprogramm wird davon nicht betroffen.

Der angekündigte Verzicht des Telekom- Vorstandes auf neue Aktienoptionen ist von Aktionärsschützern als ein längst überfälliger Schritt bewertet worden. "Ich halte das für eine Selbstverständlichkeit", sagte am Dienstag das Vorstandsmitglied der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre, Reinhild Keitel, der dpa. Die auf Kurssteigerungen beruhenden Aktienoptionen seien um so leichter erreichbar, je niedriger der Kurs der T-Aktie liege. Der Aufsichtsrat des Unternehmens hätte bei dem Thema schon im Vorjahr handeln müssen. (APA)

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