Lufthansa warnt vor "Billigpreis-Hysterie"

18. Juni 2002, 13:35
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Deutsche Airline will Preise ihrer Angebote stärker auffächern

Hamburg - Lufthansa-Chef Jürgen Weber hat im Wettbewerb der Fluggesellschaften vor einer "Billigpreis-Hysterie" gewarnt. Die Durchschnitts-Preise würden stattdessen eher steigen, sagte Weber dem "Hamburger Abendblatt". "Zugleich aber werden die Preisunterschiede je nach Abflugtermin größer", sagte Weber. Auch die Lufthansa werde die Preise ihrer Angebote stärker auffächern. Da Flugzeuge etwa am Dienstagnachmittag am schwächsten ausgelastet seien, sollten dann die günstigsten Preise gelten. Weber äußerte die Befürchtung, dass das Fliegen wegen der Preiskämpfe ein Image des Schnäppchenjagens bekommen könne.

In der ungeklärten Frage der Absicherung von Terrorrisiken im Luftverkehr müssten die Regierungen die Branche noch drei Jahre lang mit Staatsgarantien unterstützen, sagte Weber. So lange würde es dauern, bis die europäischen Airlines nach einem von ihnen empfohlenen Modell genug Geld in einen Fonds eingezahlt hätten. Für Schäden ab einer Milliarde Euro sollen dem Modell zufolge die Staaten dauerhaft haften. Nach den Terroranschlägen in den USA hatten die Versicherungen die Verträge für Schäden am Boden durch das Risiko Krieg und Terror gekündigt. Die Staaten sind seitdem eingesprungen. (APA/dpa)

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