Chefs der Deutschen Telekom verzichten freiwillig auf Aktienoptionen

18. Juni 2002, 11:39
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Freiwillige Einsparmaßnahme nach Kritik von Aktionären und Politikern

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, Ron Sommer, und seine sieben Vorstandskollegen wollen nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung in diesem Jahr freiwillig auf den Erhalt von Aktienoptionen als Teil ihrer Vergütung verzichten. Wie die Zeitung (Dienstagausgabe) weiter schreibt, will der Telekom-Vorstand dem Aufsichtsrat diesen Vorschlag als freiwillige Einsparmaßnahme unterbreiten. Neben den Telekom-Vorständen sollen außerdem 3000 weitere Führungskräfte auf die Hälfte ihrer Aktienoptionen verzichten.

Gewinn

Mit Aktienoptionen erwerben die Firmenchefs das Recht, Wertpapiere ihres Unternehmens zu einem vorher vereinbarten Festpreis zu kaufen. Steigt der Aktienkurs über den Festpreis machen die Manager Gewinn.

Heftige Kritik

Zuletzt waren die Telekom-Vorstände heftig von Aktionären und Politikern kritisiert worden. Der Telekom-Vorstand hatte seine Bezüge im vergangenen Jahr um 89 Prozent auf 17,4 Millionen Euro erhöht. Zudem habe es 1,7 Millionen Aktienoptionen für den Vorstand gegeben. Der Kurs der T-Aktie war jedoch immer weiter abgestürzt. (APA/dpa)

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