Wiener Tierschutzhaus: Weiterhin keine Sonderzahlungen der Stadt

18. Juni 2002, 10:38
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Heute Vorstandssitzung - Vize Papst: Konkurs droht - 290.000 Euro an Bankforderungen

Wien - Das Wiener Tierschutzhaus in Vösendorf bangt weiter ums Überleben. Nachdem Tierschutzstadträtin Renate Brauner (S) nach ihrem Lokalaugenschein am Montag bei ihrem Nein zu weiteren Zuschüssen blieb, setzt Vizepräsident Walter Papst auf Gespräche mit den Banken. Gelingt es ihm, innerhalb von 14 Tagen die 290.000 Euro Verbindlichkeiten des Vereins umzuschulden, wäre der Konkurs vorerst abgewendet, so Papst im Gespräch mit der APA. Heute, Dienstag, werde sich aber auch seine persönliche Zukunft entscheiden.

Eine Überweisung von Seiten der Stadt ist trotz der Ablehnung weiterer Zuschüsse noch zu erwarten. Rund 58.000 Euro aus der letzten Sonderförderung werden nämlich erst jetzt überwiesen. Weitere Gelder werde es aber nicht geben, hieß es aus dem Büro Brauner auf Anfrage der APA. Zwar schätze man die Arbeit des Tierschutzhauses, in der derzeitigen Situation wolle man aber keine weiteren Steuergelder aufs Spiel setzen. Zur Unterstützung stellt die Stadt dem Tierschutzhaus allerdings kostenlose Berater des Veterinäramtes zur Verfügung.

Kritik kommt von Seiten Brauners an der instabilen personellen Situation des Tierschutzhauses. Sie nannte wiederholt eine fixe Führungsmannschaft als Voraussetzung für eine weitere Unterstützung. Innerhalb des Vereins, der nur mehr Vizepräsidenten hat, tobt aber weiterhin ein Machtkampf zwischen Altpräsidentin Lucie Loube und Papst. Heute Abend tagt erneut der Vorstand, mit einem weiteren Wechsel in der Führung ist also zu rechnen. (APA)

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