Die schwersten antiisraelischen Anschläge seit September 2000

18. Juni 2002, 10:24
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Zwei verheerende Bus-Attentate in weniger als zwei Wochen

Jerusalem - Der Selbstmordanschlag eines palästinensischen Extremisten auf einen Bus in Jerusalem am Dienstagmorgen hat nach vorläufigen Berichten 17 Menschenleben gefordert. Ein Überblick über die schwersten gegen Israel gerichteten Anschläge seit Beginn der zweiten Intifada Ende September 2000. Zu den meisten haben sich der "Islamische Heilige Krieg" (Jihad Islami) und der bewaffnete Arm der Hamas, "Brigaden Ezzedin el Kassam" bekannt.

  • 2000

    2. November: Auf einem belebten Marktplatz in Jerusalem geht eine Autobombe hoch. Zwei Israelis verlieren ihr Leben. Zu dem Anschlag bekennt sich die Untergrundorganisation "Islamischer Heiliger Krieg".
    20. November: Bei einem Bombenanschlag auf einen israelischen Schulbus im Gaza-Streifen werden zwei erwachsene Israelis getötet und neun verletzt.
    22. November: Militante Palästinenser verüben einen Bombenanschlag auf einen Bus in der israelischen Stadt Hadera. Zwei Menschen werden getötet und mehr als 60 verletzt.

  • 2001

    14. Februar: Ein palästinensischer Busfahrer rast nahe Tel Aviv in eine Gruppe von Soldaten und Zivilisten. Acht Israelis werden getötet, 21 Menschen verletzt.
    18. Mai: Ein Selbstmordattentäter reißt in einem Einkaufszentrum in Netanya sechs Menschen mit in den Tod. Mehr als 100 Menschen werden verletzt.
    1. Juni: Vor einer Strand-Disco in Tel Aviv sprengt sich ein palästinensischer Selbstmordattentäter in die Luft. 23 Jugendliche sterben, 75 Menschen werden verletzt.
    9. August: Bei einem Bombenanschlag in einer Pizzeria in Jerusalem sterben 15 Menschen und der Attentäter, mehr als 80 Menschen werden verletzt.
    1. Dezember: Zwei Selbstmordattentäter sprengen sich in einer Fußgängerzone in Jerusalem in die Luft und töten zehn Israelis. 170 Menschen werden verletzt.
    2. Dezember: Bei einem Anschlag auf einen Bus in Haifa sterben 15 Menschen, rund 40 werden verletzt.
    12. Dezember: Zehn Israelis sterben, als ein israelischer Linienbus im Westjordanland in einen Hinterhalt gerät.

  • 2002

    17. Jänner: Im nordisraelischen Hadera erschießt ein Palästinenser sechs Israelis in einem Festsaal und verletzt mehr als dreißig.
    2. März: Ein palästinensischer Selbstmordattentäter reißt in Westjerusalem neun Menschen mit in den Tod und verletzt mehr als 50.
    7. März: Fünf Israelis sterben bei einem Anschlag auf eine Siedlung im Gaza-Streifen.
    9. März: Bei zwei Anschlägen in Netanya und Jerusalem werden 14 Menschen getötet und mehr als 150 verletzt.
    20. März: Im Norden Israels sterben acht Menschen bei einem Selbstmordanschlag in einem Bus.
    27. März: Bei einem Selbstmordanschlag in einem Hotel in Netanya sterben 22 Menschen.
    31. März: In Haifa und der jüdischen Siedlung Efrat sterben bei zwei palästinensischen Selbstmordanschlägen 16 Menschen sowie die Attentäter, mehr als 40 werden verletzt.
    10. April: Bei einem Selbstmordanschlag in einem Bus bei Haifa sterben neben dem Attentäter acht Menschen, 20 werden verletzt.
    12. April: In einem Busbahnhof in Jerusalem sprengt sich eine Attentäterin in die Luft und reißt sechs Menschen mit in den Tod. 60 werden verletzt.
    27. April: Palästinenser töten in der Siedlung Adora im Westjordanland fünf Israelis.
    7. Mai: In einem Billardsalon südlich von Tel Aviv sterben bei einem palästinensischen Selbstmordanschlag 16 Menschen und der Attentäter, mehr als 55 Menschen werden verletzt.
    5. Juni: Bei der Explosion einer Autobombe neben einem voll besetzten Bus sterben südlich von Haifa 18 Menschen, unter ihnen möglicherweise auch zwei Attentäter. 45 Menschen werden zum Teil schwer verletzt.
    18. Juni: Bei einer Bus-Explosion im Süden Jerusalems sterben 17 Menschen, 47 werden zum Teil schwer verletzt.

(APA/AP)
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