Auch Tyrolean vor Streichung

20. Juni 2002, 08:44
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AUA überprüft Marken-Strategie: Nach Integration der Rheintalflug in die Regionalflug-Tochter Tyrolean könnte diese selbst bald vom Markt verschwinden

Wien - Die Austrian-Airlines- Gruppe (AUA) überprüft derzeit ihre Vier-Marken-Strategie, bestehend aus AUA, Lauda Air, Tyrolean und Rheintalflug. Erstes "Opfer" ist die erst im Vorjahr erworbene Rheintalflug, die in die Regionalflug-Tochter Tyrolean integriert wird. Im Herbst wird es dann aller Wahrscheinlichkeit nach Tyrolean selbst treffen. Weil sie ebenso wie die Mutter AUA im Linienflugsegment tätig ist, dürfte der Name Tyrolean bald vom Markt verschwinden. Aus der AUA wird auf die Entscheidung im Herbst verwiesen.

Umstiegsoffert

Die Rheintalflug, die ihren Sitz in Altenrhein hat, besitzt drei Jets und beförderte im Vorjahr 280.000 Passagiere. 120 Mitarbeiter werden beschäftigt. Davon sind 38 Piloten, 31 Flugbegleiter und 52 kaufmännisches Personal. Obwohl alle Beschäftigen von der AUA ein Umstiegsoffert bekamen, wird damit gerechnet, dass es vor allem beim kaufmännischen Personal zu einer Reduktion kommt. Rheintalflug-Gründer und Geschäftsführer Rolf Seewald, dessen "Kompetenz unverzichtbar" sei, wie aus der AUA verlautet, soll im Betrieb gehalten werden.

Im AUA-Konzept steht die Marke "AUA" für den Linienverkehr, während die "Lauda Air" in erster Linie den Charterverkehr und "Tyrolean" bisher den Regionalflugverkehr abdecken. (cr/DER STANDARD, Printausgabe, 21.6.2002)

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