Vivendi trifft Entscheidung zum Schuldenabbau

18. Juni 2002, 09:51
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Vivendi trifft Entscheidung zum Schuldenabbau

Nach monatelangem Ringen steht der weltweit zweitgrößte Medienkonzern Vivendi Universal vor einem entscheidendem Schritt zum Schuldenabbau. Der Verwaltungsrat gab den Weg für die Reduzierung der Mehrheitsbeteiligung an der Konzerngesellschaft Vivendi Environnement (VE) frei. Dieser Anteil soll von derzeit 63 Prozent auf rund 40 Prozent gesenkt werden, teilte Vivendi Universal in der Nacht zum Dienstag in Paris mit. Bei dem französischen Wasserversorgungsunternehmen VE mit rund 29 Milliarden Euro Umsatz hat Vivendi Universal ein Großteil seiner Schulden von mehr als 30 Milliarden Euro geparkt.

Anteilsverkäufe

Bei einer Reduzierung der VE-Beteiligung auf unter 50 Prozent muss die Muttergesellschaft Vivendi Universal die Schulden nicht mehr in ihrer Bilanz aufführen. Der Anteil am VE-Kapital solle zum einen durch Anteilsverkäufe (rund 15 Prozent) gelingen, sobald die Marktbedingungen dies erlauben würden, hieß es. Zum anderen sei eine Kapitalaufstockung bei VE bis zu 1,5 Milliarden Euro via Aktienverkauf geplant, wodurch VE sein weiteres Wachstum finanzieren könne.

"Für mehr Klarheit bei den Investoren"

Durch die Trennung von der VE-Mehrheit werde "für mehr Klarheit bei den Investoren" gesorgt, erklärte Vivendi Universal. US-Aktionäre und Analysten haben Vivendi-Universal-Chef Jean-Marie Messier unter Druck gesetzt, die Mischstruktur aufzugegeben und Analysten war wiederholt die eine klare Ausrichtung auf das Mediengeschäft gefordert worden. Die Trennung von der VE-Mehrheit war vor den nun entschiedenen Wahlen in Frankreich auch durch politische Interessen blockiert worden, da VE stark im kommunalen Wasserversorgungsgeschäft engagiert ist. (APA/dpa)

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