Israelische Soldaten erschießen Mitglied der Al-Aksa-Brigaden

18. Juni 2002, 06:13
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Berlin: Israels Zaun darf keine Fakten für Grenzverlauf schaffen

Jerusalem/Berlin - Israelische Soldaten haben am Montag in der Nähe von Bethlehem ein führendes Mitglied der militanten "Al-Aksa- Märtyrer-Brigaden" erschossen. Das berichteten palästinensische Quellen. Der 30-jährige Walid Subuh sei erschossen worden, als er mit dem Auto in der Nähe der Stadt unterwegs war, hieß es. Die Palästinenser beschuldigten Israel, Subuh gezielt umgebracht zu haben. Die Al-Aksa-Brigaden, der bewaffnete Arm von Palästinenserpräsident Yasser Arafats Fatah-Organisation, wird für eine Serie von Anschlägen auf Israelis verantwortlich gemacht.

Nach dem Baubeginn eines israelischen Sperrzauns zum Westjordanland hat die deutsche Regierung Israel am Montag davor gewarnt, mit Befestigung dauerhafte Fakten zu schaffen. Berlin habe Verständnis für Israels Sicherheitsbedürfnisse, erklärte das deutsche Außenministerium. Der künftige Grenzverlauf müsse aber in einer umfassenden Friedenslösung bestimmt werden.

Zur Linderung der schwierigen humanitären Lage der Palästinenser im Westjordanland und im Gaza-Streifen stellte Berlin 593 000 Euro humanitäre Soforthilfe bereit. Davon sollen 210 000 Euro für Medikamente und medizinisches Material verwendet werden. Außerdem sollen mit dem Geld Schulen in Gaza notdürftig in Stand gesetzt und Notunterkünfte für obdachlose Familien gebaut werden. Zwei Statik-Experten des Technischen Hilfswerks sollen bei der Sicherung beschädigter Gebäude in Jenin und Nablus helfen. Die deutschen Mittel fließen in internationale Hilfsprojekte unter anderem der Vereinten Nationen.(APA/dpa)

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