Keine "Handgepäck-Sünder"

17. Juni 2002, 19:24
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Vorschriften für Fluggäste werden nun in Wien streng kontrolliert

Wien - Es hat kaum einen Fluggast gestört, dass seit Wochenbeginn beim Umfang des Handgepäcks auf dem Wiener Flughafen etwas genauer hingeschaut wird. Vor allem Urlauber zeigten sich unbeeindruckt von den nun ernst genommenen Bestimmungen. Weniger begeistert waren allerdings Geschäftsreisende und Transitpassagiere. Sie betrachten die Verordnung zum Handgepäck eher als Hürde.

"Es ist eben die Frage, ob es sich der Flughafen Wien leisten kann, einem Fluggast der Business Class, der 3600 Euro für ein Ticket zahlt, das Handgepäck abzunehmen, weil es ein halbes Kilo zu schwer ist", meint Flughafen-Pressesprecher Hans Mayer. Wenn sich Vielflieger, die in Wien einen Zwischenstopp einlegen, durch die verschärften Vorgaben genervt fühlen würden, könne es durchaus sein, dass sie künftig einen anderen Flughafen mit weniger restriktiven Bestimmungen ansteuern, fürchtet Mayer.

Seit Montag wird in Wien streng auf die Einhaltung der Vorschriften geachtet. Reisende der Economy-Class dürfen nur ein Gepäckstück mitführen - nicht schwerer als acht Kilo, nicht größer als 55 mal 40 mal 25 Zentimeter. Business-Class-Flieger sind zwei Gepäckstücke gestattet. Es soll in erster Linie die Sicherheit der Fluggäste an Bord gewährleistet werden. "Es gibt immer wieder Passagiere, die zu viel Gepäck mit in die Kabine nehmen", so Mayer.

Gerade vor Beginn der Sommerreisezeit sei es aber wichtig, die Vorgaben einzuhalten, um die Abfertigung der Passagiere beim Sicherheitscheck nicht zu verzögern, betont er. Am Röntgen- apparat der Sicherheitskontrolle kommt künftig kein Fluggast mehr vorbei, der die Handgepäckbestimmungen ignoriert.

"Heute haben sich alle dran gehalten", resümierte ein AUA-Angestellter am Check-in-Schalter. (red/DER STANDARD; Print,18.6.2002)

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