Galgenfrist für Kabelunternehmen UPC verlängert

18. Juni 2002, 18:46
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Banken gewähren angeschlagenem Unternehmen weitere zwei Wochen Zeit

Das mit acht Mrd. Euro verschuldete Kabelunternehmen United Pan-Europe Communications (UPC) hat von Banken und seinem amerikanischen Mutterkonzern United Global Com. Inc weitere zwei Wochen Zeit erhalten, um neue Geldgeber zu finden. Wie UPC am Montag mitteilte, braucht das Unternehmen nach der Vereinbarung auch bis 1. Juli keine Zinsen zu zahlen. Damit wurde eine Frist verlängert, die am Montag ausgelaufen war.

Zusage der Banken, Kredit über 4 Mrd. Euro nicht sofort zurückzufordern

UPC hatte bereits Anfang März eine Aufschiebung der Zinszahlung von 113 Mill. Euro erreicht. Mit der neuerlichen Fristverlängerung ist auch die Zusage der Banken verbundenen, einen früheren Kredit über 4 Mrd. Euro, von dem 3,2 Mrd. Euro bereits abgerufen worden sind, nicht sofort zurückzufordern. Seit Anfang März verhandelt das Unternehmen mit seinen Anleihegläubigern über eine Umwandlung der Kreditschulden in Aktien.

Verlust von 4,4 Milliarden Euro

Im vorigen Jahr hat UPC einen Verlust von 4,4 Mrd. Euro gemacht. Der Umsatz betrug nach UPC-Angaben 1,4 Mrd. Euro. Der Verlust, der doppelt so hoch ist wie im Vorjahr, wird vor allem mit einmaligen Belastungen als Folge von Reorganisation und Abschreibungen erklärt.

UPC hat in mehreren Ländern Europas Breitband-Kabelnetze für Fernsehübermittlung gekauft. Darüber sollen auch Telefondienste, Internet und Bezahlfernsehen verbreitet werden. Ende vorigen Jahres hatte UPC nach eigener Darstellung 8,4 Mill. Kunden. (APA/dpa)

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