Die Zahl der Geburten steigt wieder

17. Juni 2002, 18:53
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Seit Februar ist ein deutlicher Aufwärtstrend sichtbar

Wien - Schuld ist die Regierung. Sagt die Regierung. Dafür, dass die Geburtenrate in Österreich wieder steigt, macht Sozialminister Herbert Haupt (FP) das zu Jahresbeginn eingeführte Kindergeld verantwortlich. Das Leben mit Kindern, so Haupt, werde den Österreichern "schmackhaft" gemacht.

Laut Statistik Austria kamen im April 2002 um 5,2 Prozent mehr Babys zur Welt als im Jahr zuvor. Besonders die unehelichen Kinder legten zu (plus zehn Prozent). Die ehelichen Geburten erhöhten sich um nur drei Prozent.

Mit 6451 Säuglingen kamen um 321 mehr Kinder zur Welt als im April 2001 (6.130). Fast alle Bundesländer verzeichneten Zunahmen: Die höchste die Steiermark (+13,1 Prozent), gefolgt von Vorarlberg (+10,7 Prozent) und Kärnten (+8,3 Prozent). Nur im Burgenland (-7,4 Prozent) und in Tirol (-5,8 Prozent) gab es Rückgänge.

In den ersten vier Monaten des Jahres 2002 war die Zahl der lebend geborenen Kinder (24.735) um 422 oder 1,7 Prozent höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (24.313). In Summe kamen in den vergangenen zwölf Monaten in Österreich aber um 2,1 Prozent weniger Säuglinge zur Welt als im Jahr davor. Erst seit Februar ist der Trend wieder steigend. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18. 6. 2002)

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