SAP-Formulare von Adobe

17. Juni 2002, 20:42
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Erweiterung des Geschäfts mit "elektronischem Papier"

Orlando/München - Das Softwarehaus SAP, führender Anbieter von Programmen zur Unternehmenssteuerung, wird zum Austausch von Informationen wie Bestellungen, Lieferscheinen oder Rechnungen künftig das Acrobat-PDF-Format von Adobe verwenden.

Für Adobe, das vor allem mit grafischer Software wie Photoshop oder dem Layoutprogramm InDesign bekannt wurde, ist dies ein weiterer wesentlicher Baustein bei der Ausdehnung seines Geschäfts mit "elektronischem Papier" (E-Paper). Basis dafür ist das Acrobat-PDF-Format, das Unterlagen wie Briefe, Formulare oder Broschüren auf dem Bildschirm so darstellt, wie sie auch auf Papier aussehen. Auf praktisch jedem PC, Mac, Unix-Rechner oder Organizer findet sich heute das kostenlose Acrobat, mit dem PDF-Dateien gelesen und gedruckt werden können. Adobes Geschäft besteht im Verkauf von Software zur Erstellung solcher Dateien.

Bei Geschäftsprozessen, aber auch in der öffentlichen Verwaltung dienen Formulare einerseits der Erfassung von Information und andererseits der "Beglaubigung" durch eine Unterschrift. Erfolgt dies auf Papier, müssen Daten mehrfach erfasst, die Papierunterlagen archiviert werden.

Direkt ins Formular

In elektronischer Form, wie sie jetzt von SAP verwendet wird, entfällt dies: Wird etwa ein Angebot gelegt, werden die Daten (Produktbeschreibung, Preise) direkt aus der Unternehmens-EDV in ein vorbereitetes Formular eingefügt und per E-Mail verschickt. Der Empfänger kann seine Bestellung abgeben, allenfalls digital signieren und zurückschicken, die Unternehmens-EDV übernimmt die Daten wieder direkt aus dem Formular. Der Vorgang wird elektronisch archiviert.

Der E-Paper-Bereich von Adobe sorgt inzwischen für ein Viertel des Umsatzes von zuletzt 1,25 Mrd. Dollar (1,33 Mrd. Euro) und zeigte das stärkste Wachstum. Mit der Übernahme des kanadischen Herstellers Accelio bietet Adobe auch webbasierte Lösungen, um solche papierlosen Transaktionen zu unterstützen. (spu/DER STANDARD, Printausgabe, 18.6.2002)

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