Preise für Wohnungserrichtung nur geringfügig gestiegen

18. Juni 2002, 09:06
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Kosten kletterten 2000 um zwei Prozent auf 1402 Euro/Quadratmeter

Wien - Das Bauen einer Wohnung kostete in Österreich im Jahr 2000 durchschnittlich 1402 EURO/m². Das war um rund zwei Prozent mehr als 1999 (Jahresinflation 2000: plus 2,3 Prozent). Die Steigerung lag damit bei 21 EURO/m², ergab eine am Montag veröffentlichte Studie der Statistik Austria. Für Mehrgeschoßbauten wurden um 17 EURO, für von Privatpersonen erbaute Eigenheime um 22 EURO/m² mehr aufgewendet (Wohnbaukosten: 1449 EURO bzw. 1350 EURO/m²).

Ein Vergleich auf Bundesländerebene zeigt, dass sich die Kosten für die privaten Häuslbauer im Osten zwischen 1999 und 2000 am deutlichsten erhöht haben (Kärnten plus fünf Prozent, Burgenland plus vier Prozent). Geschoßwohnbauten verteuerten sich hingegen im gleichen Zeitraum eher im Westen (Tirol plus sechs Prozent, Vorarlberg plus fünf Prozent). Die insgesamt von den Bauherren aufgewendeten Geldmittel in der Höhe von 5,693 Mrd. Euro verteilten sich zwischen Ein- und Zweifamilienhäusern und mehrgeschoßigen Wohnbauten im Verhältnis sechs zu vier.

Finanzierung

57 Prozent der Baukosten wurden durch Fremdmittel finanziert. Die Statistik Austria konnte dabei gegenüber den Vorjahren einen weiteren Rückgang der Förderungstätigkeiten der öffentlichen Hand feststellen. Eigenheimbauer bezahlten ihre Neubauten je zur Hälfte mit Darlehen bzw. aus eigenen Mitteln. Im sozialen Mehrgeschoßwohnbau wurden beinahe 90 Prozent der entstandenen Kosten durch Fremdmittel abgedeckt, die ihrerseits wieder zu einem Drittel aus öffentlichen Förderungen bestanden.

Die Bauherren in Salzburg, Vorarlberg, Tirol und in der Steiermark nahmen für beinahe zwei Drittel der Bauvorhaben Darlehen auf, von denen wiederum bis zu zwei Drittel von Gebietskörperschaften stammten. Überdurchschnittlich viele Eigenmittel wurden im Burgenland, in Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Niederösterreich und in der Steiermark aufgebracht.

Zuschüsse

Der Anteil der Annuitätenzuschüsse an der gesamten Darlehenssumme nahm insgesamt leicht zu, vor allem in der Steiermark, in Salzburg und in Niederösterreich. In der Bundeshauptstadt Wien wurden seit den Neunzigerjahren in steigendem Ausmaß für den sozialen Wohnbau einmalige, nicht rückzahlbare Baukostenzuschüsse vergeben. (APA, cr/DER STANDARD, Printausgabe, 18.6.2002)

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