Polizei schließt El Kaida als Attentäter in Karachi nicht aus

17. Juni 2002, 17:35
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Anschlag auf US-Konsulat "könnte eine Folge der Ereignisse in Afghanistan sein" - Mittlerweile zwölf Tote

Karachi - Bei den Ermittlungen zu dem Bombenanschlag auf das US-Konsulat in Karachi mit mittlerweile zwölf Toten schließt die pakistanische Polizei die internationale Terrororganisation El Kaida als möglichen Täter nicht aus. "Eine ausländische Beteiligung ist nicht ausgeschlossen", sagte Syed Kamal Shah, der Polizeichef der südpakistanischen Provinz Sindh, am Montag. "Es könnte eine Folge der Ereignisse in Afghanistan sein."

Ein Polizist erlag in der Nacht zum Montag seinen Verletzungen durch das Attentat vom Freitag. Damit stieg die Zahl der Toten auf zwölf. Etwa 40 Menschen waren durch die Explosion einer Autobombe vor dem amerikanischen Konsulat verletzt worden. Shah sagte, die Polizei nehme auch Botschaften der bisher unbekannten Gruppe "Al Qanoon" (Das Recht) ernst. Sie bekannte sich in einem Brief an eine Lokalzeitung erneut zu dem Anschlag.

Beamte der US-Bundespolizei FBI und ihre pakistanischen Kollegen untersuchten am Montag in Karachi mehrere völlig zerstörte Autowracks. Die in einem Fahrschulauto versteckte Bombe sei vermutlich ferngezündet worden, sagte Shah. Doch die Möglichkeit eines Selbstmordanschlags werde bei den Ermittlungen nicht ausgeschlossen.(APA/dpa)

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