Kroatische Zöllner planen Warnstreik für Donnerstag und Freitag

17. Juni 2002, 16:37
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Staus an den Grenzen am Donnerstag und Freitag erwartet

Zagreb - Die kroatischen Zöllner wollen nach Medienberichten am kommenden Donnerstag und Freitag (20. und 21. Juni) "Dienst nach Vorschrift" machen. Alle Fahrzeuge sollen genau unter die Lupe genommen werden. Längere Wartezeiten an den Grenzen und ausgedehnte Staus sind zu erwarten. Die Gewerkschaft der Zollbeamten (Carinski Sindikat Hrvatske, CSH) will damit ihre Gehaltsforderungen gegenüber der kroatischen Regierung durchsetzen.

Sollte sich die Regierung unnachgiebig zeigen, sei man bereit, die Streiks jede Woche zu wiederholen, warnte Gewerkschaftschef Zeljko Popovic. Die Gewerkschaft verlangt Gehaltserhöhungen sowie die Wiedereinführung von Zulagen, die im vergangenen Jahr "vorübergehend" gestrichen wurden.

Ein kroatischer Zollbeamter verdient nach Angaben der Gewerkschaft durchschnittlich 2.993 Kuna (408 Euro). Die slowenischen Kollegen dagegen würden zwischen 5.000 und 10.000 Kuna verdienen, argumentieren die Zöllner. Sie fühlen sich außerdem gegenüber den Polizisten und anderen Beamten benachteiligt. "Auf Grund dieser sozialen Situation sind einige Zollbeamte anfällig für Korruption. Wenn man die Gehälter erhöht, könnte die Korruption zurückgedrängt werden", so Popovic. (APA)

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