Australische Forscher reklamieren Durchbruch bei "Beam"-Technologie

17. Juni 2002, 16:26
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Zerlegten Laserstrahl und erzeugten exakte Kopie einige Meter davon entfernt

Australische Physiker haben nach eigenen Angaben einen Durchbruch bei der Erforschung der "Teleporter"-Technologie erzielt, wie sie in der Science-Ficton-Serie "Star Trek" zum "Beamen" der Raumschiffbesatzung verwendet wird. Das Team von der Australian National University (ANU) in Canberra zerlegte einen Laserstrahl und erzeugte eine exakte Kopie einige Meter davon entfernt, berichtete am Montag die Zeitung "The Australian" unter Berufung auf Teamleiter Ping Koy Lam.

Keine Materie

"Es gibt aber einige Unterschiede (zum Beamen bei Star Trek). Wir sind bisher nicht in der Lage, Materie zu übertragen. Wir haben Photonen eines Laserstrahls teleportiert." Unter einem Photon versteht man ein masseloses Elementarteilchen, das Träger des elektromagnetischen Felds ist.

Relevanz

Teamleiter Lam betonte, die Forschungsergebnisse seien eher für die Entwicklung von Computern relevant als für den Transport von Gütern. "Die Anwendung sieht nicht vor, dass wir Objekte teleportieren können. Allerdings gibt es eine ernsthafte Anwendung des Teleportings als Bestandteil einer neuen Computer-Generation", meinte der 34 Jahre alte Wissenschafter. Wenn es gelänge, so genannte Quanten-Computer zu bauen, könne man davon ausgehen, dass diese bis zu eine Milliarde mal schneller seien als die bisher verfügbaren Hochleistungscomputer.

Kein Kommentar

Im Team des Pioniers der Quanten-Teleportation, des österreichischen Experimentalphysikers Anton Zeilinger, wollte man am Montag auf Anfrage der APA keine Stellungnahme über die wissenschaftliche Bedeutung des australischen Experiments abgeben. Aus den vorliegenden Informationen würde nicht klar hervorgehen, was tatsächlich gemacht wurde, eine wissenschaftliche Publikation dazu kennt man noch nicht. Zeilinger ist es bereits 1997 gelungen, durch Teleportation von Photonen exakte Information von Materie zu übertragen. (APA)

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