Immer mehr "Häcksen" in der Hackerszene

17. Juni 2002, 14:48
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Frauen zeigen, dass sie auch kreativ und "respektlos" mit Computer umgehen können

Computer zu hacken oder Viren zu schreiben, wird üblicherweise Männern zugeschrieben. Und tatsächlich ist die Hackerszene zum Großteil männlich. Doch es gibt auch in diesem Terrain immer mehr Frauen, immer mehr sogenannte "Häcksen", wie Spiegel Online berichtet.

Ein Beispiel ist die 18-jährige Belgierin "Gigabyte", die durch "Sharpei", dem ersten Virus in Microsofts Programmiersprache C# bekannt wurde. "Sharpei" ist ein gefährlicher Wurm, der großen Schaden anrichten kann. Seitdem wimmle ihre Website von Einträgen männlicher Bewunderer, heißt es.

Cyberfeministischer Kontext

Viele "Häcksen der ersten Stunde" kommen aus dem cyberfeministischen Kontext, wie die Künstlerin und "Häckserin" Cornelia Sollfrank. Warum technische Bereiche zumeist von Männern dominiert werden, erklärt Sollfrank so: "Technologische Systeme kontrollieren Wissen und Information, und daher auch Macht."

"Häcksen" zeigen, dass auch Frauen kreativ und "respektlos" mit Computern umgehen können. Das Durchschnittsalter der Häcksen liege zwischen 22 und 23 Jahren, wobei die Spanne von 14 bis zu 40 Jahren reiche, berichtet Spiegel Online. Derzeit gebe es etwa 30 bis 35 Häcksen, das seien etwa zehn Prozent. (red)

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