Müllverbrennung: Greenpeace protestiert gegen neue Wiener Anlage

17. Juni 2002, 13:49
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Schadstoffmenge widerspricht UNO-"Dauergifteverbot"

Wien - Greenpeace Österreich protestiert gegen die Errichtung einer weiteren Müllverbrennungsanlage in Wien. Diese Methode der Abfallentsorgung richte sich wegen der Emissionen von zahlreichen Schadstoffen klar gegen das im Vorjahr von der UNO beschlossene "Dauergifteverbot", kritisierte Greenpeace-"Chemiekampaigner" Herwig Schuster in einer Aussendung: "Österreich und im speziellen Wien als selbstdeklarierte 'Umweltmusterstadt' sollten daher die Hände von neuen Müllöfen lassen."

Greenpeace veranstaltet heute einen weltweiten Aktionstag gegen Müllverbrennung. Aktivisten in 54 Ländern sind daran beteiligt. So seilten sich etwa in der Türkei Kletterer vom 127 Meter hohen Atakule-Turm in Ankara ab und hängten ein 150 Quadratmeter großes Banner mit der Aufschrift "Ban the Burn" ("verbannt die Verbrennung") auf.

Anlass für den Aktionstag ist die heute in Genf beginnende Tagung der "Stockholmer Konvention". Die Konferenz hat die Reduktion von Umweltgiften zum Ziel. (APA)

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