Kunstbares Fernsehen

18. Juni 2002, 22:17
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Während der documenta sendet kunstbar.tv täglich 30 Minuten im offenen Kanal Kassel

100 Tage selbstgemachtes "Documenta-Fernsehen", jeden Tag 30 Minuten (und Freitags darfs ein bisschen mehr sein), liefert das Team von kunstbar.tv. Ziel des Programms, das am frühen Abend im offenen Kanal Kassel ausgestrahlt wird, ist die Vermittlung von praktischer Medienkompetenz für jeden. Denn das Projekt kunstbar.tv hat das Credo "Programm für Zuschauer (nicht für die Macher)" zu gestalten und steht daher allen Interessierten zur praktischen Mitgestaltung offen.

Keine documenta-"Trittbrettfahrer"

Als Projekt des lokales Bürgerfernsehens in Kassel und dem Hochschulfernsehen "univision" wird kunstbar.tv, von der hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk finanziell gefördert. Nach anfänglicher Skepsis und einigem an zu leistender Überzeugungsarbeit ist auch die Zusammenarbeit mit der documenta sehr positiv, betont Projektleiter Jörg Ruckel. Die Leitung der documenta würde sogenannte "Trittbrettfahrer" gerne schnell und rigoros abwürgen, im Falle von kunstbar.tv konnte man aber vom Gegenteil überzeugen. Jetzt funktioniere "die sogenannte Grundversorgung mit Drehgenehmigungen, Presseinfos und Akkreditierungen", so Ruckel gegenüber derstandard.at, gut.

Kunstvermittlung

Über die mediale Beschäftigung mit der Documenta 11 wird den Gestaltenden, die zwischen 10 und 60 Jahre alt sind, auch eine Annäherung an eine der bedeutendsten Ausstellungen von Gegenwartskunst ermöglicht. Die TeilnehmerInnen sollen eine konkrete Vorstellung davon erhalten, was es bedeutet Fernsehen zu machen - noch dazu über das oft abstrakte Phänomen Kunst ausgewogen und "objektiv" berichtzuerstatten. Angesichts von 116 Künstlerpositionen ist das eine wahre Herausforderung. (red: kafe)

Mehr zum Projekt

Kunstbar.tv


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Einfach vorbeikommen!
10-18 Uhr
Gläsernes Studio
Offener Kanal Kassel
im Kulturbahnhof

Kontakt
infot@kunstbar.tv

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