Assistenten legen Ämter zurück

17. Juni 2002, 19:18
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Empörung über zu wenig Mitbestimmung an Uni Innsbruck

Innsbruck/Wien - 23 Vorsitzende und Stellvertreter von Studienkommissionen an der Universität Innsbruck - alle Angehörige des universitären Mittelbaus - wollen ihre Ämter zurücklegen, sollte die Uni-Reform in der geplanten Form beschlossen werden. "In der bisherigen Funktion können und wollen wir keine Verantwortung für die Implementierung eines ruinösen Gesetzes übernehmen", heißt es in einem offenen Brief an Bildungsministerin Elisabeth Gehrer.

Der Protest richtet sich gegen die "Zerstörung" eines "bewährten Modells" der Mitbestimmung, da Assistenten künftig verantwortliche Aufgaben angesichts stark reduzierter Kollegialorgane "nur mehr als Gnadenakte" übernehmen könnten. Getragen wird der Protest von Studienkommissions-Vorsitzenden aus vier Fakultäten.

Der Uni-LehrerInnenverband hat am Montag einen Appell an die Abgeordneten gerichtet: Sie mögen die Reform sorgfältig überdenken. "Mit diesem Gesetz wird der letzte Schritt in der Umwandlung der Unis in Betriebe vollzogen", heißt es. (bs/DER STANDARD, Printausgabe, 18.6.2002)

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