(Ent-) Naturalisierungen von Erotik

17. Juni 2002, 11:22
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Vortrag im Rahmen der Seminarreihe:
Feministische Theorie und Frauenforschung

Dr. Waltraud Ernst, M. A. (Wien): (Ent-)Naturalisierungen von Erotik

In diesem Vortrag wird die Naturalisierung von Erotik als geschlechtliche Fortpflanzung im 19. Jahrhundert als Teil paralleler Naturalisierungen wie geschlechtliche Binarität, geschlechtliche Dichotomie, geschlechtliche Arbeitsteilung untersucht werden. Diese bilden, so die These der Referentin, gemeinsam mit deren Normierung, Normalisierung und Hierarchisierung bis heute die strukturellen Eckpfeiler des hegemonialen europäischen und euro-amerikanischen Geschlechterdiskurses. Sie stellen ebenso bis heute die wesentlichen Auseinandersetzungen feministischer Wissenschaften dar. Welchen Beitrag leistet hierzu die Entnaturalisierung von Erotik?

Waltraud Ernst: Studium der Philosophie und Literaturwissenschaft in Tübingen, Bordeaux, Bielefeld und Wien; Lehrbeauftragte in Wien und Berlin; seit 2001 Forschungsstelle am Institut für Philosophie der Universität Wien; Habilitationsprojekt "Erotische Ökonomien der Wissenschaft"; Gründungsmitglied des Verbands feministische Wissenschaftlerinnen in Österreich; Publikation u. a.: Diskurspiratinnen. Wie feministische Erkenntnisprozesse die Wirklichkeit verändern, Wien 1999

Konzept und Koordination: Dr. Silvia Stoller / Dr. Eva Waniek (red)

Mittwoch, 19. Juni 2002, 18.30 Uhr

Veranstaltungsort:
Institut für Wissenschaft und Kunst, 1090 Wien, Berggasse 17, Seminarraum 3
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