Selbstmordattentat nahe dem Schutzwall

17. Juni 2002, 16:22
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Palästinenser sprengte sich bei bei israelischer Polizeistation in die Luft

Tel Aviv/Jerusalem - Ein palästinensischer Selbstmordattentäter hat sich am Montagmorgen am Rande eines arabischen Dorfes in Nordisrael in die Luft gesprengt. Nach Angaben des israelischen Rundfunks wurde nur der Attentäter getötet. Israelis seien nicht verletzt worden. Der Anschlag ereignete sich nahe der Polizeistation des Dorfes Marsda, nahe der "grünen Grenze" zum palästinensischen Westjordanland.

Durch die Explosion sei nur der Attentäter selbst ums Leben gekommen, bestätigte eine israelische Polizeisprecherin. Verletzte habe es nicht gegeben. Der Zwischenfall habe sich nördlich der palästinensischen Stadt Tulkarem an der israelischen Grenze zum Westjordanland ereignet. Eine israelische Grenzpatrouille habe eine verdächtige Person gesehen und sie aufgefordert, anzuhalten. Plötzlich habe es eine Explosion gegeben.

Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des Dorfs Kafr Salem. Dort hatten am Sonntag die Bauarbeiten für einen Schutzwall gegen palästinensische Attentäter begonnen. Der Sicherheitswall soll sich entlang der insgesamt 350 Kilometer langen Grünen Linie zwischen Israel und dem Westjordanland erstrecken. Auf diese Weise will Israel das Eindringen von Selbstmordattentätern nach Israel verhindern. Der israelische Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer sagte am Montag, die Sicherheitskräfte fahndeten nach fünf Palästinensern, die Anschläge in Israel verüben wollten. (APA/dpa)

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