Bankgesellschaft Berlin will von Exmanagern 25 Millionen

17. Juni 2002, 12:08
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Drohender Zusammenbruch des Kreditinstituts war durch Garantie des Landes Berlin verhindert worden

Berlin - Die Bankgesellschaft Berlin verlangt nach Informationen des Nachrichtenmagazins Der Spiegel von elf inzwischen ausgeschiedenen Managern, Vorständen und Aufsichtsräten mehr als 25 Mio. Euro Schadensersatz. Eine entsprechende Klage reichten Bevollmächtigte der Bank am Freitag beim Landgericht in Berlin ein.

Der drohende Zusammenbruch des Kreditinstituts war nur durch eine Garantie des Landes Berlin von bis zu 21,6 Mrd. Euro verhindert worden. Den Beschuldigten werde im Wesentlichen vorgeworfen, Objekte überteuert oder ohne Prüfung der tatsächlichen Ertragsaussichten für die Fondsgesellschaften erworben zu haben. Die Bank berufe sich dabei auf hohe Schäden, die der seinerzeit für das Immobilienfondsgeschäft des Konzerns zuständigen Tochter IBG aus dem Ankauf von knapp 4000 Plattenbauwohnungen der Aubis-Gruppe im Jahr 1997 entstanden seien.

Der neue Vorstand der Bankgesellschaft behält sich ausdrücklich vor, auch wegen anderer Immobiliengeschäfte Regressforderungen geltend zu machen. Neben dem früheren Institutschef Wolfgang Rupf werden auch prominente Berliner Politiker wie der ehemalige CDU-Fraktionschef Klaus Landowsky und der einstige Baustaatssekretär Hans Görler (SPD) mit Regressforderungen belegt. (dpa, DER STANDARD, Printausgabe, 17.6.2002)

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