Rund 40 Millionen Amerikaner tauschen online Musik

18. Juni 2002, 13:38
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Studie: Ausgaben für CDs sinken trotzdem nicht

Rund 40 Millionen Amerikaner tauschen nach einer Studie des Marktforschungsunternehmens Ipsos Reid Musikstücke im Internet. Auch nach der Schließung der Tauschbörse Napster erfreut sich danach die Nutzung bestimmter Webangebote oder Tauschbörsen wie Morpheus oder Audio Galaxy vor allem bei jungen Leuten zwischen 12 und 24 Jahren weiterhin großer Beliebtheit. Ein Viertel der Bevölkerung (25 Prozent) besitzt mittlerweile einen Personal Computer mit CD-Brenner, teilte das Unternehmen mit.

Keine Verkaufseinbußen

Insgesamt 81 Prozent der Befragten gaben an, dass sie trotz der Möglichkeiten des kostenlosen Herunterladens von Songs genauso viel oder sogar mehr Geld für Musik-CDs ausgegeben hätten. Vor rund zwei Jahren war die Marktforschung Jupiter Communications zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen. Nach beiden Studien nutzten die Online- Tauschbörsen vor allem "Musik-Enthusiasten", die im Internet auch nach ausführlicheren Informationen wie Liedtexten oder Tourkalendern suchten. 47 Prozent dieser Nutzer haben nach Angaben von Ipsos schon einmal nur deshalb eine CD gekauft, weil sie über Informationen im Internet darauf aufmerksam geworden waren.

Realitätsfern

Die Musikindustrie beklagt dagegen seit Jahren Umsatzausfälle in Milliardenhöhe. Schuld daran sollen vor allem auch die wachsende Verbreitung von CD-Brennern und kostenlose Raubkopien im Internet sein. Nach einer Studie des amerikanischen Musikindustrie-Verbandes RIAA haben 23 Prozent der Musikfans im Alter zwischen 12 und 54 Jahren im vergangenen Jahr nicht mehr CDs als zuvor gekauft, weil sie die meisten Lieder kopiert oder aus dem Internet heruntergeladen haben. Für seine jüngste Erhebung befragte Ipsos zwischen dem 25. April und 1. Mai 2002 insgesamt 1.113 Männer und Frauen über 12 Jahren.(APA)

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