Kärntner Exekutive droht mit Warnstreik

15. Juni 2002, 16:03
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Protest gegen Personalpolitik von Innenminister Strasser

Klagenfurt - Die Kärntner Exekutive überlegt einen Warnstreik als Protest gegen die Personalpolitik von Innenminister Ernst Strasser (V). Der Vorsitzende der Kärntner Polizeigewerkschaft, Jürgen Pfeiler, sprach am Samstag von Mobbing gegen interne Kritiker.

In einem Interview mit dem ORF Kärnten kritisierte Pfeiler, frei gewählte Belegschaftsvertreter würden ihrer Funktionen enthoben. Die Palette reiche "von Planpostenreduzierungen über Schönfärberei der Kriminalstatistik bis hin zu Postenschließungen", sagte Pfeiler, dies könne und werde man nicht mehr hinnehmen. Minister Strasser säubere Schlüsselstellen bei Polizei und Gendarmerie von "missliebigen Mitarbeitern", daher plane man Gegenmaßnahmen in Form von Warnstreiks.

Diese würden statt finden, um dem Einhalt zu gebieten, was an politischem Aderlass passiere, so Pfeiler. Allerdings werde man mit Streikmaßnahmen sehr vorsichtig umgehen: "Im Gegensatz zum Innenminister möchten wir nicht mit der Sicherheit der Bevölkerung spielen." Alles, was dem Minister nicht passe, werde "aufgehoben und aus den eigenen Reihen geschmissen". Für die Gewerkschaft sei es wichtig, die Bevölkerung auf ihrer Seite zu haben, zu zeigen, wie mit internen Kritikern umgegangen werde und wie "Leute, die den Mumm haben aufzuzeigen, was falsch läuft in Kärnten, mundtot gemacht werden", sagte Pfeiler.(APA)

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