Queen schlägt Mick Jagger zum Ritter

15. Juni 2002, 12:40
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"Sir Mick" - Auch Harold Pinter unter den Ausgezeichneten

London - Ungeachtet seines wilden Lebensstils und zahlloser Exzesse hat Königin Elizabeth II. den britischen Rockstar Mick Jagger zum Ritter geschlagen. Jagger wurde am Samstag gemeinsam mit zahlreichen anderen Prominenten und "Normalbürgern" ausgezeichnet, die sich um das britische Königreich verdient gemacht hatten. Er sei "sehr glücklich" darüber, sagte der Sänger der Rolling Stones: "Ob ich es verdiene oder nicht, kann ich nicht beurteilen." Der 59-Jährige galt wegen seiner unzähligen Affären und Drogenexzesse lange Zeit als Schrecken des britischen Establishments.

Jagger sei "einer der großen Rockstars des vergangenen Jahrhunderts", betonte ein Sprecher des britischen Premierministers Tony Blair. Der Sänger selbst reagierte stolz auf die Ehrung der Queen; der Ritterschlag sei "eine große Anerkennung für die Band". Seine Freunde, die davon wussten, fanden die Ehrung demnach eher lustig und schlugen ihn schon vorab mit Plastikschwertern zum Ritter. Neben seinem Vater habe er zunächst seiner Ex-Frau Jerry Hall sowie seinen Kindern von der Ehrung erzählt, sagte Jagger.

Der Altrocker wurde gemeinsam mit britischen Berühmtheiten wie dem Bühnenautor Harold Pinter und dem Rugby-Nationaltrainer Clive Woodward für seine Verdienste ausgezeichnet. Einige von Jaggers Kollegen, wie Paul McCartney, Elton John und Cliff Richard, dürfen sich schon länger mit dem Titel "Sir" schmücken. Die britische Königin ehrt zwei Mal jährlich Persönlichkeiten, von denen der Großteil allerdings in weniger spektakulären Berufen - wie etwa im Öffentlichen Dienst - arbeitet. (APA)

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    Sir Mick

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