Deutschland vs. Paraguay

15. Juni 2002, 11:47
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Rudi Völler (Teamchef Deutschland): "Es war nicht brillant, doch das ist gegen eine Mannschaft wie Paraguay, die immer auf Zerstören aus ist, auch nicht möglich. Wir haben immer an uns geglaubt. Wir wissen, dass wir nicht jeden Gegner an die Wand spielen können. Wichtig war der Wechsel zur Pause. Mit Sebastian Kehl kam ein Mann, der vor der Abwehr das Spiel mitgemacht hat. Es wäre bitter gewesen, gegen Paraguay auszuscheiden, nachdem wir in der Vorrunde gegen stärkere Gegner wie Kamerun und Irland gut ausgesehen haben."

Michael Ballack: "Natürlich ist bei einem Tor in der 88. Minute auch Glück dabei. Doch wir haben verdient gewonnen, den wir hatten mehr vom Spiel. Wichtig war, die Kräfte gut einzuteilen. Ich habe meine Verletzung nicht gespürt."

Karl-Heinz Rummenigge: "Die Mannschaft kann stolz sein. Oliver Kahn hat glänzend gehalten. In der ersten Halbzeit haben wir den Fehler gemacht, uns dem Rhythmus von Paraguay anzupassen. Das Halbfinale ist möglich. Die Situation erinnert mich an die WM 1986, als wir auch eine spielerisch limitierte Mannschaft hatten, die aber körperlich topfit war."

Franz Beckenbauer: "Die deutsche Mannschaft hat verdient gewonnen. Sie hat in der zweiten Halbzeit den Druck erhöht. Paraguay stand nur noch hinten drin. So war der Sieg eigentlich zwangsläufig. Unsere hervorragende Fitness hat sich ausgezahlt."

Oliver Neuville: "In der zweiten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt, während Paraguay auf ein 0:0 aus war. Ehrlich gesagt bin ich zufrieden und verspüre auch Genugtuung. Es ist mein erstes WM-Spiel, dass ich durch gespielt habe, da bin ich glücklich."

Cesare Maldini (Teamchef Paraguay): "Das ist typisch deutsch: sie sind vielleicht nicht technisch so stark, dafür aber physisch und das gab heute den Ausschlag. Ich bin mit meiner Mannschaft sehr zufrieden, es ist ein sehr professionelles Team. Der Einzug ins Achtelfinale war ein großer Erfolg für uns."

Jose Luis Chilavert (Torhüter Paraguay): "Wir sind als Helden gefallen, deshalb ist unser Prestige ganz groß. Wir waren gleich stark, ich bin stolz auf meine Teamkameraden."

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