Nur jeder Vierte glaubt an Entlastung

16. Juni 2002, 20:30
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Standard-Umfrage zeigt Skepsis über Termin und Wirkung

Linz - 58 Prozent der Österreicher erwarten sich "eher keine Vorteile" für sich und ihre Familie, wenn eine Steuerreform kommen sollte. Und dass die Steuerreform noch vor der Wahl kommt, glauben auch nur 35 Prozent. Das geht aus einer Umfrage des Linzer Market-Instituts im Auftrag des Standard hervor. Dabei sagten nur 26 Prozent, dass sie sich von der Steuerreform erhoffen, dass es für sie und ihre Familie eine Entlastung geben könnte.

Relativ große Hoffnungen machen sich Selbständige und Angehörige von Mehrpersonenhaushalten. Die (wenigen) deklarierten Anhänger der Freiheitlichen sind überdurchschnittlich hoffnungsvoll - während deklarierte Grüne sich von einer Steuerreform persönlich besonders wenig erwarten. Dasselbe Muster zeigt sich bei der Frage nach der Verteilungswirkung einer möglichen Reform.

Die Entlastungs-Frage

Der Standard ließ dazu fragen: "Wenn von einer Steuerreform gesprochen wird - denken Sie da, dass diese eine Steuersenkung für die Mehrzahl der Österreicher bringen wird, oder wird sie am Ende nur wenige steuerlich entlasten?" Darauf sagen 21 Prozent (besonders Anhänger der Koalitionsparteien), dass es eine Steuersenkung für viele sein würde - 61 Prozent (und noch mehr Anhänger der Opposition) glauben, dass nur wenige profitieren würden.

Wenn überhaupt. Denn jeder zweite Befragte geht davon aus, dass eine Steuerreform frühestens in der nächsten Legislaturperiode kommen wird. Diese Meinung wird auch von Anhängern der FPÖ und der ÖVP vertreten, nur in der Grünen-Gefolgschaft gibt es relativ viele, die ein Steuerreform-Wahlzuckerl erwarten. (cs/DER STANDARD, Printausgabe, 15.6.2002)

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