Peres: Gespräche mit Palästinensern über Nahost-Konferenz

14. Juni 2002, 16:32
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Sharon stimmte angeblich zu - Bedingung: Arafat darf nicht eingebunden werden

Jerusalem - Nach Wochen blutiger Gewalt sind Israelis und Palästinenser erstmals wieder auf vorsichtige Tuchfühlung gegangen. Der israelische Außenminister Shimon Peres sagte am Freitag im Rundfunk, er führe Gespräche mit ranghohen palästinensischen Repräsentanten über die für Juli geplante regionale Nahost-Konferenz. Die Palästinenser wollten die Gespräche mit Peres zunächst nicht öffentlich bestätigen.

Die israelische Zeitung "Yediot Aharonot" schrieb am Freitag, an den Gesprächen mit Peres seien der ehemalige Chefunterhändler Sayeb Erekat, Ex-Geheimdienstchef Mohammed Dahlan und Parlamentspräsident Ahmed Korei beteiligt. Erekat sagte jedoch vor Journalisten in Ramallah, Israel habe jeglichen Kontakt mit den Palästinensern unterbrochen. Die einzigen Gespräche bezögen sich auf organisatorische Dinge wie die Versorgung der palästinensischen Zivilbevölkerung mit Lebensmitteln und Arzneien.

Bedingung

Nach Angaben des Senders hat Ministerpräsident Ariel Sharon die Gespräche von Peres unter der Bedingung genehmigt, dass Palästinenser-Präsident Yasser Arafat nicht beteiligt ist. Arafat hatte Donnerstag Abend in Ramallah sein neues, von 31 auf 21 Minister verkleinertes Kabinett vereidigt. In einer Ansprache rief er Palästinenser und Israelis zum Frieden auf. Den genauen Termin der Präsidenten- und Parlamentswahlen werde er "bald" bekannt geben. Die Wahlen würden im Dezember oder Jänner "zu unseren Bedingungen" stattfinden, sagte Arafat. (APA/dpa)

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    Peres bereitet die Nahost-Konferenz vor, die im Juli stattfinden soll.

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