Wachstum in Industriestaaten beschleunigt sich

14. Juni 2002, 16:09
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OECD-Studie: BIP stieg im ersten Quartal um 0,9 Prozent

Paris - In den größten Industriestaaten hat sich das Wirtschaftswachstum erstmals seit fast zwei Jahren wieder deutlich beschleunigt. Das Bruttoinlandsprodukt sei nach vorläufigen Zahlen im ersten Quartal um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gestiegen, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Freitag in Paris mit. Sämtliche G-7-Staaten lagen im Plus. Im vierten Quartal 2001 waren lediglich 0,1 Prozent für die 30 in der OECD versammelten Industriestaaten ausgewiesen worden.

Deutlich höher als bisher lag der Anstieg mit 0,8 Prozent auch im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal. Nachdem sich die Wachstumsrate seit dem zweiten Quartal 2000 unablässig verringert hat, sei dies die erste Zunahme in der OECD. Deutschland weist als einziges der größten Märkte Europas laut den OECD-Statistiken im Vergleich zum Vorjahresquartal für das erste Quartal ein Minus von 0,2 Prozent aus. Gegenüber dem Vorquartal hat Deutschland jedoch um 0,2 Prozent zugelegt, nachdem im vierten Quartal 2001 noch ein Minus von 0,3 Prozent ausgewiesen worden war.

Nach Kanada weist den OECD-Angaben zufolge das Wirtschaftswachstum in den USA die höchsten Raten auf. So lag der Anstieg in den USA im ersten Quartal bei 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal und bei 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Japan gab es leichte Anzeichen der Erholung mit plus 1,4 Prozent verglichen mit dem Vorquartal. Gegenüber dem Vorjahresquartal entstand aber noch ein Minus von 1,6 Prozent. (APA)

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