Anschläge auf US-Ziele im Ausland seit dem 11. September

14. Juni 2002, 14:35
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Zahlreiche Attentate konnten vereitelt werden

Karachi - Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 sind Einrichtungen und Bürger der USA im Ausland zunehmend Ziel blutiger Anschläge geworden. Der Selbstmordanschlag auf das US-Konsulat von Karachi, bei dem am Freitag acht Pakistanis getötet wurden, ist das jüngste Beispiel einer Serie anti-amerikanischer Angriffe.

Ein Überblick über die wichtigsten Attentate:

  • - In NEPAL attackieren am 29. November 2001 maoistische Rebellen Fabriken des Coca-Cola-Konzerns. Bei der Explosion von zwei Sprengsätzen entsteht großer Sachschaden. Am 15. Dezember strecken Rebellen den nepalesischen Wachposten der US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID) in Kathmandu nieder.
  • In einer Maschine der AMERICAN AIRLINES versucht am 22. Dezember ein britischer Attentäter, einen in seinem Schuh versteckten Sprengsatz zu zünden und das Flugzeug so in die Luft jagen. Mitreisende können den Mann überwältigen. Dem "Schuhbomber" Richard Reid werden Kontakte zum El-Kaida-Netz von Osama bin Laden unterstellt.
  • In INDIEN eröffnen bewaffnete Motorradfahrer am 22. Jänner das Feuer auf ein US-Kulturzentrum in Kalkutta. Sie töten vier indische Polizisten und verletzen 20 weitere Menschen. Als Drahtzieher wird der Islamistenführer Scheich Omar verdächtigt.
  • In PAKISTAN entführen Islamisten am 23. Jänner den jüdischen US-Journalisten Daniel Pearl. An das US-Konsulat in Karachi schicken sie später ein Video, das seine grausame Ermordung zeigt. Am 17. März sterben bei der Explosion einer Granate in einer Kirche in Islamabad fünf Menschen, darunter die Frau und die Tochter eines US-Diplomaten. 46 weitere Gottesdienstbesucher werden verletzt, unter ihnen auch eine Deutsche.
  • In PERU explodieren am 21. März zwei Autobomben vor der US-Botschaft in der Hauptstadt Lima. Neun Menschen sterben, 30 weitere werden verletzt. US-Bürger sind nicht unter den Opfern. Als Tatverdächtige werden zwei Mitglieder der Rebellenorganisation Leuchtender Pfad festgenommen.
  • Mit Festnahmen mutmaßlicher El-Kaida-Terroristen werden in Paris, Beirut, Singapur, Sanaa und Rom vermutlich mehrere anti-amerikanische Anschläge verhindert.
(APA)
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