Uni-Reform: Rektoren sehen ihre Forderungen bestätigt

14. Juni 2002, 13:44
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Kritik bleibt an der geplanten Ausgliederung der Medizin

Wien - Die Österreichische Rektorenkonferenz (ÖRK) sieht den Großteil ihrer Forderungen bei der Reform der Universitäten als erfüllt an. In der Regierungsvorlage eines neuen Universitätsgesetzes (UG) hätte man zahlreiche Anliegen der Uni-Chefs berücksichtigt, betonte Rektoren-Chef Georg Winckler bei einer Pressekonferenz am Freitag. Nicht zustimmen könne man aber der Schaffung eigener Medizinischer Universitäten, auch die Rechte des künftigen Senats müssten gestärkt werden, so Winckler.

Nein zu ausgegliederter Hochschulmedizin

Unter anderem fordert die ÖRK in einer Resolution, die von mehr als 90 Prozent der Rektoren und rund 70 Prozent der Vorsitzenden der obersten Kollegialorgane (Senate bzw. Universitätskollegien) unterstützt wurde, die Hochschulmedizin nicht in eigenständige Unis auszugliedern. Außerdem müsse der Senat über den Entwicklungs- und Organisationsplan der Universität mitentscheiden können. Die Zusammensetzung dieses Gremiums solle auch nicht im Gesetz vorgeschrieben sein, sondern müsse von der Uni autonom in der Satzung festgelegt werden können.

Weiters fordern die Rektoren, dass die bisherigen Rechte und Aufgaben der außerordentlichen ProfessorInnen sichergestellt werden. Die Regelung in der Regierungsvorlage sei in diesem Punkt "legistisch mangelhaft umgesetzt". Trotz einiger Bedenken über die Verfassungskonformität einiger Punkte im UG werde man nichts unternehmen, um diese überprüfen zu lassen, so Winckler. (APA)

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