Arafat ruft Russland zu Einschaltung in Nahost-Krise auf

14. Juni 2002, 13:38
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Palästinenser-Präsident will nach Moskau reisen

Moskau - Der palästinensische Präsident Yasser Arafat hat Russland aufgerufen, sich "unverzüglich in die Ereignisse im Nahen Osten einzuschalten" und dazu beizutragen, "die katastrophale Entwicklung in der Region zu überwinden". Eine entsprechende Botschaft wurde am Freitag der russischen Staatsführung durch den Botschafter Palästinas in Moskau, Hairi al Oridi, übergeben. Der palästinensische Vertreter drückte zugleich die Hoffnung aus, dass Arafat "in der nächsten Zeit die Möglichkeit erhält, Russland zu besuchen".

Russland ist als Rechtsnachfolger der UdSSR zusammen mit den USA "Ko-Schirmherr" des Nahost-Friedensprozesses, der durch die Madrider Konferenz eingeleitet wurde. Präsident Wladimir Putin und US-Präsident George W. Bush hatten bei ihrem Treffen in Moskau im Mai angekündigt, im Sommer eine internationale Konferenz einzuberufen, um den Nahost-Friedensbewegungen "einen ernsthaften Anstoß" zu geben.(APA/ITAR-TASS)

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