Experimentaljet X-31 in zweiter Phase

14. Juni 2002, 13:29
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Vector-Programm soll erheblich kürzere Starts und Landungen in der Luftfahrt ermöglichen

Wien - Wesentlich kürzere Starts und Landungen in der Luftfahrt - nach Abschluss des Vector-Programmes soll dies keine Zukunftsmusik mehr sein. Ein von Boeing geführtes internationales Team hat die zweite Flugversuchsphase des Programms mit dem Experimentaljet X-31 begonnen, wie das Unternehmen am Freitag in einer Aussendung mitteilte.

Vector soll das Potenzial extremer Kurzstarts und -landungen (ESTOL) mit Hilfe der Schubvektorsteuerung untersuchen. Zum Team gehören neben der U.S. Navy das deutsche Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) und die European Aeronautic Defense and Space Company EADS. Die Boeing Phantom Works als Forschungs- und Entwicklungsorganisation der Boeing Company sind der Systemintegrator des VECTOR-Projektteams.

Mögliche Vorteile

Mit Hilfe der Schubvektorsteuerung will das Team erheblich kürzere Starts und Landungen bei sehr viel geringeren Geschwindigkeiten durchführen. Diese Fähigkeit würde die operationelle Flexibilität von Kampfflugzeugen vergrößern, die Wartungskosten reduzieren sowie den Bau von Maschinen aus leichteren und billigeren Strukturen und Werkstoffen ermöglichen.

Der Experimentaljet ermöglicht es, Steuerbarkeit und Auftrieb bei sehr viel größeren Anstellwinkeln und niedrigeren Geschwindigkeiten aufrechtzuerhalten als konventionelle Flugzeuge. So können Landungen bei bis zu 25 Grad Anstellwinkel (statt der üblichen maximal zwölf Grad) und mit nur 110 Knoten (200 km/h) Geschwindigkeit statt der oft üblichen 175 Knoten (325 km/h) geflogen werden. (APA)

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    Der Jet X-31 arbeitet mit einer integrierten Schubvektor-Steuerung.

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