Ärztekammer: Kein Misstrauensantrag gegen Präsident Pjeta

14. Juni 2002, 12:22
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Nur fünf von 34 Delegierten wollten Aufnahme in Tagesordnung

Pörtschach - Ärztekammer-Präsident Otto Pjeta ist von der Vollversammlung der Ärztekammer am Freitag in Pörtschach in seinem Amt bestätigt worden. Ein von der Kurie der niedergelassenen Ärzte Wien und Niederösterreich vorgebrachter Misstrauensantrag kam nicht auf die Tagesordnung, nachdem 29 von 34 Delegierten die Aufnahme des Antrags in die Tagesordnung nicht unterstützten.

Zuletzt war es zu Auseinandersetzungen innerhalb der Österreichischen Ärztekammer gekommen. Kritik gab es an Pjeta, der in Oberösterreich mit einem eigenen Gruppenpraxenmodell die bundesweiten Verhandlungen "torpediert" habe, hieß es. Während in der bundesweiten Kammer an einem Rahmenvertrag für die Gruppenpraxen gebastelt wird, habe Pjeta als Landeskammerchef mit der - nicht defizitären - Oberösterreich-Kammer ein Modell unterzeichnet, das einige Restriktionen für die Ärzte vorsehe: Die Patientenzahlen würden bei Teilverträgen begrenzt; fachübergreifende sowie größere Gemeinschaften seien verboten; komplementärmedizinische Leistungen eingeschränkt.

Deswegen hatte Anton Hengst, Vorsitzender der Kurie der niedergelassenen Ärzte in Niederösterreich, angekündigt, einen Misstrauensantrag am Freitag gegen Pjeta einzubringen. Dafür habe er das Mandat der NÖ-Praktiker in der Kammer bekommen. (APA)

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