Umfrage: Mehrheit hält Strassers Vorgangsweise für "politische Säuberung"

14. Juni 2002, 12:20
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Meinungen zur Versetzung von Strohmeyer gespalten

Wien - Nur 31,3 Prozent wollen nach den nächsten Nationalratswahlen im Herbst 2003 wieder eine schwarz-blaue Regierung, geht aus einer jüngsten Umfrage des Oekonsult-Instituts hervor. 68,7 Prozent befürworten keine zweite Amtsperiode der ÖVP-FPÖ-Koalition. Zu den jüngsten Vorhaben von Innenminister Ernst Strasser (V) in seinem Ressort sind die Befragten (Sample 577/11. bis 13. Juni) gespalten. Genau 50,0 Prozent gestehen Strasser die Versetzung von Gendarmeriegeneral Oskar Strohmeyer zu, weil sich dieser gegen ministerielle Reformpläne gestellt hatte. 49,62 Prozent sind dagegen und der Rest von 0,38 Prozent gab keinen Kommentar ab.

65,65 Prozent der Befragten stimmen dem Vorwurf zu, bei der Vorgangsweise Strassers handle es sich um "politische Säuberung". 33,97 Prozent lehnen diesen Vorwurf ab.

Dagegen stößt der Plan des Innenministers, Verwaltungsposten zu Gunsten von Exekutivbeamten "vor Ort" umzuschichten, bei 58,02 Prozent auf Zustimmung. 41,98 Prozent lehnen dies ab. Gefragt wurde auch, ob Österreich im europäischen Vergleich ein sicheres Land sei. Dies befürwortet eine überwiegende Mehrheit von 94,66 Prozent der Befragten. Nur 5,34 Prozent sehen dies nicht so. (APA)

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