EU-Minister beraten am Dienstag über Internet-Aktionsplan und eEurope

14. Juni 2002, 11:35
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Reform des internationalen Internet-Kontrollorgans ICANN geplant - Aktionspläne gegen schädliche und illegale Web-Inhalte soll um zwei Jahre verlängert werden

Das Programm für den elektronischen Verkehr zwischen Verwaltungen (IDA), die transeuropäischen Telekom-Netze, der Internet-Aktionsplan, das EU-Aktionsprogramm "eEurope 2005" und die Reform des internationalen Internet-Kontrollorgans ICANN stehen im Mittelpunkt des EU-Telekom-Ministerrats am kommenden Dienstag in Luxemburg. Für Österreich wird Infrastrukturminister Mathias Reichhold (F) am Treffen teilnehmen.

Ziele

Das IDA-Programm (Interchange of Data between Administrations) soll helfen, eine Infrastruktur zwischen den Verwaltungen aufzubauen und die Arbeit einzelner Verwaltungsbereiche zu koordinieren und zu unterstützen. Der Telekom-Rat wird am Dienstag im Vorfeld der in Kürze erwarteten Plenum-Abstimmung im EU-Parlament einigen Adaptierungen des Programms - u.a. in Hinblick auf die geplante Erweiterung der EU - zustimmen.

Begrenzte Einigkeit

Ebenfalls um eine Adaptierung geht es bei der Förderung von transeuropäischen Telekom-Netzen, die von 10 Prozent auf 30 Prozent angehoben werden soll. Hier wird allerdings keine Einigung des Telekomrats erwartet.

Eine Orientierungsaussprache wird es bei der Verlängerung des Internet-Aktionsplans gegen schädliche und illegale Web-Inhalte um zwei Jahre sowie beim Aktionsplan "eEurope 2001 bis 2005" geben. Mit eEurope sollen europäische Inhalte am Internet, E-Business und Breitbandinternet gefördert werden. Im Rahmen des "eLearning" Programmes sollen alle Schulen ans Internet angeschlossen werden.

IPv6

Zustimmen werden die Telekom-Minister der Implementierung des neuen Internet-Protokolls IPv6, das u.a. die dritte Mobilfunkgeneration UMTS unterstützt. Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung des Telekom-Rats ist die Reform des internationalen Internet-Kontrollorgans ICANN, die EU-Minister wollen den großen US-Einfluss im Gremium zurückdrängen und die Mitspracherechte der europäischen Regierungen erweitern. (APA)

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