Berglandmilch 2001 mit weniger Gewinn

14. Juni 2002, 10:10
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Umsatz gehalten - Frischmilchproduktion rückläufig

Wien - Die Berglandmilch, Österreichs größtes Milch verarbeitendes Unternehmen, hat das Geschäftsjahr 2001 auf Grund einer rückläufigen Entwicklung im Frischmilchmarkt mit weniger Gewinn abgeschlossen. Bei einem gehaltenen Umsatz von 540,4 Mill. Euro - nach 539,1 Mill. Euro 2000 - ist das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von 1,95 auf 1,64 Mill. Euro und der Bilanzgewinn von 1,41 auf 1,29 Mill. Euro zurück gegangen. Die Berglandmilch verarbeitet mit 996 Mitarbeitern in Österreich und Bayern rund 1 Mrd. kg Milch im Jahr von 17.000 bäuerlichen Lieferanten. Das geht aus den Unterlagen zur heutigen Bilanzpressekonferenz hervor.

Durch die große Nachfrage nach Milchprodukten wurde den Milchbauern der Berglandmilch 2001 um 17 Prozent mehr Milchgeld ausbezahlt als im Jahr davor. Im laufenden Jahr wurde das Milchgeld aber, wie berichtet, bereits wieder gesenkt.

Handelsmarken auflassen

Auf Grund schwieriger Rahmenbedingungen habe sich die Berglandmilch im Vorjahr entschlossen, Produktsegmente mit negativen Deckungsbeiträgen - insbesondere Handelsmarken - aufzulassen. Damit sei die Frischmilchproduktion um 17 Prozent auf 64.000 Tonnen reduziert worden. Ähnliches gelte auch für die Butterproduktion mit einem Minus von 17 Prozent auf 14,8 Mill. kg. Der Absatz von Naturjoghurt und Topfen sei stabil gewesen. Eine Steigerung habe es bei Rahm/Obers-Produkten gegeben. Bei Fruchtjoghurt und Milchmischgetränken habe die Berglandmilch mit 21.000 Tonnen und einem Plus von 19 Prozent einen Höchststand erreicht.

Den Erwartungen entsprechend wurde der Verkauf von Schnittkäse um 16 Prozent auf 45.700 Tonnen gesteigert. Ausschlag gebend dafür sei neben dem Ausbau der Exportmärkte die erhöhte Nachfrage nach Käse auf Grund der BSE- und MKS-Krisen im Fleisch- und Wurstbereich gewesen.(APA)

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