Runderneuerter Bahnkomfort

14. Juni 2002, 21:45
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Mehr Platz und Handyempfang in 700 adaptierten ÖBB-Wagen - "Mutter und Kind-Abteile" und neue Business-Class

Wien - Kein Neubau, aber dafür eine Rundumerneuerung, die einem Neubau gleichkommt. Das steht bis in zwei Jahren 700 Fernreisewagen erster und zweiter Klasse der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) ins Haus. 218 Millionen Euro werde die Umsetzung des 4-S Kundenprogramms - "sicher, sauber, schnell und mit neuem Service an Bord" - kosten, erläuterte ÖBB-Generaldirektor Rüdiger vorm Walde bei der Vorstellung des ersten adaptierten "ÖBB EuroCity-Zugs" am Donnerstag in Wien.

Die runderneuerte Zugpremiere, so Vorm Walde, werde am Sonntag, den 16. Juni stattfinden. Um 7.05 Uhr werde der Eurocity 662/663 "Gustav Klimt" als Autoreisezug von Wien nach Feldkirch aufbrechen. Mit neuen Drehgestellen, die mehr Laufruhe bei höherer Geschwindigkeit - "45 Minuten Zeitersparnis zwischen Wien und Feldkirch" - ermöglichen. Sowie mit bequemen Sitzen, Klimaanlagen und verbessertem Handyempfang und Anschlüssen für Laptops.

"Mutter und Kind-Abteile" und neue Business-Class

Einen Monat später starten dann acht weitere Eurocity-Zugverbindungen, etwa von Wien nach Graz und Villach. Mit extra "Mutter und Kind-Abteilen" und einer neuen Business-Class: Nur vier Sitzplätze pro Abteil, Computeranschlüsse und extra Ablagemöglichkeiten für Arbeitsunterlagen. 18 Wagen, so Vorm Walde, würden überdies mit Behindertenhubliften und Abstellplätzen für Rollstühle ausgestattet.

Doch nicht nur City-Shuttler, auch Pendler sollen laut ÖBB in Zukunft in den Genuss größeren Komforts kommen. Im Taktverkehr zwischen Wien und Wiener Neustadt, der meistbefahrenen Strecke Österreichs, werde man ab Sommer zu den Stoßzeiten sechs zusätzliche Züge einsetzen. Und auch der erste sogenannte Euregiozug zwischen Györ und Wien werde seine Fahrt aufnehmen. (bri, DER STANDARD Printausgabe 14.6.2002)

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