Großkonzerte scheinen gesichert

14. Juni 2002, 20:15
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Evita, Nabucco und Elton John: Veranstalter-Einigung am Freitagabend präsentiert

Wien - Das Pokerspiel war bis zur allerletzten Karte ausgekostet worden: Nachdem Freitagmittag wieder eine angepeilte Vertragsunterzeichnung geplatzt war, kam dann am frühen Abend doch noch eine mögliche Einigung für die drei Großevents im Ehrenhof von Schönbrunn zustande. Und das, nachdem bereits 10.000 Karten für das Elton John-Konzert verkauft wurden, ohne dass es einen gültigen Mietvertrag gab.

Jedenfalls soll nun das Konzert Service Austria die Produktionen Evita und Nabucco (22. und 23 Juni) übernehmen und der Schloss-Gesellschaft 72.000 Euro Miete und 15.000 Euro Kaution zahlen. Der Auftritt von Elton John am 25. Juni hingegen soll von Rock and More abgewickelt werden - und Österreich Ticket zahlt die Miete. Das alles wiederum wird von der MC Marketing unterstützt.

In der Schönbrunner Schlossgesellschaft bleibt man noch vorsichtig: Endgültig wisse man, ob das wirklich halte, wenn man am Montag die überwiesenen Beträge auf den Kontoauszügen sehe.

Dabei hatten die Großevents Freitagmittag noch ordentlich gewackelt: Ein fix fertiger Vertrag konnte nicht unterschrieben werden, weil auf einmal wieder eine neue Forderung eines möglichen Veranstaltungspartners aufgetaucht war.

Wie der STANDARD Anfang dieser Woche exklusiv berichtete, hatte die ganze Misere um die drei Veranstaltungen am 22. 23. und 25. Juni damit begonnen, dass der Mietvertrag der Promoters Group Veranstaltungs GmbH mit der Schönbrunner Schlossgesellschaft nicht wirksam wurde, weil weder die Akontozahlung für die Miete noch eine Bankgarantie eingetroffen waren. Am Mittwoch musste die geplante Kommissionierung abgesagt werden, weil immer noch nicht klar war, wer denn nun der Veranstalter sein wird. Tausende Menschen hatten Karten und wussten nicht, ob sie damit je in ein Konzert gehen würden.

Nach der hektischen Einigung am Freitag erklärte dann Andreas Egger, Geschäftsführer bei ÖsterreichTicket: "Diese Kooperation kann Vorbildwirkung für das zukünftige Veranstaltungsgeschäft in Österreich haben und trägt dazu bei, das Vertrauen in die Konzertbranche zu stärken." (DER STANDARD, Printausgabe 15.16.06.2002)

Roman Freihsl
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