Pränatale Diagnostik: Grüne üben Kritik an Untersuchungsmethode

14. Juni 2002, 14:40
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Haidlmayr: Lebensrecht behinderter Menschen wird in Frage gestellt

Wien - "Mit der neuen Untersuchungsmethode - der Messung der Nackentransparenz mittels Ultraschall - wird noch mehr Druck auf die Frauen ausgeübt werden und das Lebensrecht behinderter Menschen in Frage gestellt werden", kritisierte am Donnerstag Theresia Haidlmayr, Behindertensprecherin der Grünen.

"Eine solche Untersuchung führe nur dazu, dass die Selektion in den Vordergrund tritt, welches Kind ein Lebensrecht habe und welches nicht", hieß es in der Aussendung weiter. Das Down-Syndrom sei keine lebensbedrohende Behinderung für Mutter und Kind und stelle daher auch kein Risiko dar. "Die Behindertenbewegung wird massiven Protest gegen diese Forderungen einbringen und wird es nicht zulassen, dass pränatale Diagnostik dafür missbraucht wird, Frauen dazu zu drängen, ihr Kind abzutreiben", so Haidlmayr. (APA)

Link:
Protokoll zur Diskussion "Pränatale Diagnostik" der Grünen Bildungswerkstätte
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