AHT: Kein Grund zur Sorge

14. Juni 2002, 11:44
posten

Nach Scheitern des Quadriga-Angebots

Wien/Rottenmann - Nach der gescheiterten Übernahme des börsenotierten steirischen Kühlgeräteherstellers Austria Haustechnik AG (AHT) durch die Quadriga Capital Ltd. müssten die AHT-Aktionäre nicht besorgt sein, "da unser Unternehmen gut positioniert ist, zufrieden stellende Ergebnisse erzielt und wir auch in der derzeitigen Konstellation unsere Zukunftspläne weiter verfolgen", sagte AHT-Vorstandssprecher Franz-Walter Wiest am Freitag in einer ersten Reaktion.

Das Übernahmeangebot sei fair gewesen. Dass nun doch nicht alle bereit waren zu verkaufen, müsse man zur Kenntnis nehmen. "Wir werden uns mit vollem Engagement weiterhin auf den Ausbau unserer Marktanteile konzentrieren", so Wiest. Wie die ersten zwei Monate des laufenden zweiten Quartals gezeigt hätten, sei AHT auf einem guten Weg, wie geplant den Ertrag des Unternehmens weiter zu steigern.

Konzentration auf Kernkompetenz

In den abgelaufenen fünf Monaten habe sich AHT voll auf ihre Kernkompetenz - steckerfertige Kühl- und Tiefkühlsysteme - konzentriert und wie geplant die Erträge steigern können. Im Bereich Getränkekühlung konnte laut Wiest die im ersten Quartal entstandene Auftragszurückhaltung in den ersten zwei Monaten des 2. Quartals aufgeholt werden. Bei Supermarktausstattungen habe sich das Geschäft sehr gut entwickelt. Die Ergebnisse des ersten Halbjahres 2002 sollen bereits früher, am 12. August 2002, präsentiert werden.

Wie berichtet ist das freiwillige Übernahmeangebot der Quadriga Capital an die AHT-Aktionäre knapp gescheitert. Mit dem Ablauf der gestrigen Frist seien zwar 1,375.00 AHT-Aktien eingereicht worden, das entspreche aber nur 84,87 Prozent der stimmberechtigten 1,620.000 AHT-Aktien, teilte das Beteiligungsunternehmen mit. Das Angebot war daran geknüpft, dass mindestens 90 Prozent oder 1,458.000 Stück eingereicht werden.

"Natürlich unzufrieden"

"Wir sind natürlich mit dem Ausgang unzufrieden, zumal letztlich nicht nur alle Groß-, sondern auch sehr viele Kleinaktionäre unser Angebot annehmen wollten", meinte Quadriga Capital-Director Stephan Jaax.

Die AHT-Aktie reagiert am Freitag im frühen Handel mit deutlichen Abschlägen auf das gescheiterte Übernahmeangebot. Die Aktie verlor bei für AHT relativ hohen Umsätzen bis 10:30 Uhr 2,45 Prozent auf 19,90 Euro. Bisher wurden rund 12.500 Aktien in Einfachzählung umgesetzt. Gestern hatte die Aktie bereits 0,78 Prozent auf 20,40 Euro verloren.(APA)

Link

AHT

Share if you care.