Prodi hofft auf Rettung

13. Juni 2002, 18:10
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"Konzern sollte in Italien bleiben"

Rom - EU-Kommissionspräsident Romano Prodi hofft, dass der krisengeschüttelte italienische Autokonzern Fiat nicht an den amerikanischen Partner General Motors (GM) verkauft wird, der bereits eine 20-prozentige Beteiligung an der Pkw-Sparte des Turiner Konzerns hält. "Ich weiß nicht, was mit Fiat geschehen wird, es ist wichtig, dass die Führung der Gruppe in Italien bleibt", sagte Prodi im Interview mit dem italienischen Wochenmagazin "Panorama":

Prodi unterstrich, dass auch Renault und Peugeot vor einigen Jahren in eine Krise geschlittert waren, die noch schlimmer als jene bei Fiat war. "Beide französische Unternehmen konnten sich erholen, dies könnte auch bei Fiat der Fall sein", so der EU-Präsident. Gegen eine Übernahme der Fiat durch General Motors sei jedoch rechtlich nichts zu unternehmen.

Prodi, der während seiner Amtszeit als italienischer Ministerpräsident in den Jahren 1996-1998 Maßnahmen zur Verschrottung alter Pkws ergriffen hatte, die den Automarkt belebt hatten, bezweifelte, dass diese Maßnahme in der heutigen Situation von Nutzen sein könnte. "Damals hatten die Verschrottungsprämien einen Sinn, heute bin davon nicht mehr so überzeugt", so Prodi. (APA)

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