Slow Food-Bewegung trifft sich in Eisenstadt

13. Juni 2002, 17:00
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Gegenbewegung zu einer beschleunigten Fast-Food-Society

Eisenstadt - Slow Food - Genuss im Zeichen der Schnecke - will eine Alternative zu den Essensgewohnheiten von heute bieten. "Der Österreicher verbringt nur mehr 30 Minuten pro Tag in der Küche, der US-Amerikaner nur mehr 15 Minuten", erklärte Raimondo Cusmano von Slow Food International am Donnerstag in Eisenstadt. Die burgenländische Landeshauptstadt ist vom 14. bis 17. Juni Schauplatz einer Tagung von Slow Food Gouverneuren aus aller Welt.

Die Veranstaltung soll auch mithelfen, der Slow-Food-Bewegung im Burgenland weiteren Auftrieb zu geben. 70.000 Mitglieder zählt die Slow-Food-Vereinigung weltweit, 270 sind es im Burgenland. Als Gouverneurin fungiert die Südburgenländerin Trixi Jandresits. "Ich habe aus meiner Kindheit in Reinersdorf, einem Dorf an der Grenze, Erinnerungen an ganz unterschiedliche Geschmäcker. Mir ist es auch ein Anliegen, dass das Gasthaus erhalten bleibt", sagt die Kaffeehaus-Besitzerin.

Ziele

Ziel der Slow-Food-Bewegung ist die Förderung der Lebensmittel- und Weinkultur sowie die Erhaltung traditioneller Produkte. "Slow Food hat eine positive Einstellung. Der Konsument soll durch Verbraucherinformationen eine Alternative bekommen", hieß es.

Dass Slow Food für Fast Food Ketten eine durchaus unliebsame Konkurrenz darstellt, bestätigte Cusmano. "In Italien hat McDonalds eine Plakatkampagne gestartet, bei der ein Hamburger von Pfeilen bedroht wird. Bei einem der Pfeile steht 'Slow Food'." (APA)

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    foto: photodisc
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