Nitrofen im Ei-Granulat

13. Juni 2002, 16:20
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In Bäckereien in vier deutschen Ländern verarbeitet - Keine Gesundheitsgefahr

Berlin - In Ei-Granulat eines hessischen Bio-Großhändlers ist das Krebs erregende Nitrofen entdeckt worden. Eine Sprecherin des hessischen Sozialministeriums sagte am Donnerstag, obwohl ein Teil des Granulats in Bäckereien schon verarbeitet und damit in die Nahrungskette gelangt sei, bestehe keine Gesundheitsgefahr.

Der Bio-Großhändler habe das belastete Ei-Granulat an Bäckereien in Hessen, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg geliefert, sagte die Sprecherin. Er hatte das Granulat offiziellen Angaben zufolge von einer Firma in Niedersachsen bezogen, die wiederum mit Getreide aus der Nitrofen verseuchten Lagerhalle in Malchin beliefert wurde.

Der deutsche Agrar-Staatssekretär Matthias Berninger (Grüne) forderte unterdessen stärkere Kontrollbefugnisse für den Bund im Nahrungsmittelbereich. Nordrhein-Westfalens Agrarministerin Bärbel Höhn (Grüne) kritisierte die rückläufigen Kontrollen bei Lebensmitteln. (APA/Reuters)

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