Amoklauf in Ostfrankreich

13. Juni 2002, 15:22
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23-Jähriger tötete Passanten und sich selbst - Ein junger Mann schwer verletzt

Chambery - Ein Amokläufer hat im ostfranzösischen Chambery einen Menschen erschossen und einen weiteren schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei vom Donnerstag nahm sich der 23-Jährige nach seiner Bluttat am Mittwochnachmittag das Leben. Der arbeitslose junge Mann hatte sich in einem Vorort von Chambery einen Karabiner gekauft und sich dann im Gebüsch eines Parks auf die Lauer gelegt.

Von dort schoss er auf einen jungen Mann, der mit seiner Freundin unter einem Baum saß. Der Mann erlag laut Polizei auf dem Weg ins Krankenhaus seinen Verletzungen, seine Freundin blieb unverletzt. Am Ausgang des Parks schoss der Amokläufer dann auf einen weiteren jungen Mann, der mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

"Drama des Wahnsinns"

Später nahm sich der 23-Jährige das Leben; seine Leiche wurde in einem Wald bei Chambery gefunden. Der Bürgermeister Louis Besson sprach von einem "Drama des Wahnsinns". Zwischen dem Täter und seinen Opfern habe es keinerlei Verbindung gegeben.

Der Amokläufer war arbeitslos und lebte in der Nähe des Parks. Nach Angaben seiner Mutter litt er seit zwei Jahren unter Depressionen, wollte sich aber nicht behandeln lassen. Der Inhaber des Waffengeschäftes, in dem der Amokläufer kurz vor der Tat das Gewehr kaufte, sagte, er habe alle Vorschriften eingehalten. Für den Kauf dieses Karabiner-Typs reiche die Vorlage eines Personalausweises. (APA/AFP)

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