"Haben weitere Nitrofen-Funde erwartet"

13. Juni 2002, 14:10
posten

EU-Kommission von Ausweitung des Nitrofen-Skandals nicht überrascht

Brüssel - Die Ausweitung des deutschen Nitrofen-Skandals auf die konventionelle Landwirtschaft ist für die EU-Kommission angesichts der unveränderten Quelle der Kontamination kein Grund zu erhöhter Sorge. "Die Ausweitung war vorhersehbar, wir haben erwartet, weitere Nitrofen-Funde zu machen", sagte die Sprecherin von EU-Gesundheitskommissar David Byrne, Beate Gminder, am Donnerstag in Brüssel. Die Quelle des Nitrofen-Skandals sei nach wie vor allein die Halle in Malchin.

Lagerung bis 1995

In dieser Halle wurde bis 1995 das Krebs erregende Unkrautvernichtungsmittel gelagert, das zu DDR-Zeiten legal war. In der EU ist der Einsatz von Nitrofen bereits seit 1988 verboten. Nitrofen gilt als Krebs erregend und Frucht schädigend. Nach Nitrofen-Funden auch in konventionellem Futtergetreide waren in Mecklenburg-Vorpommern in Deutschland gestern 500 landwirtschaftliche Betriebe vorsorglich gesperrt worden. Die Höfe - konventionell sowie ökologisch betriebene - werden nun überprüft. (APA)

Share if you care.