G-8-Außenminister für rasche Nahost-Konferenz

13. Juni 2002, 14:00
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Pique: "Je früher, desto besser"

Whistler - Die Außenminister der Gruppe der acht führenden Industriestaaten (G-8) haben sich für eine rasche Nahost-Konferenz ausgesprochen. Spaniens Außenminister Josep Pique sagte am Mittwochabend (Ortszeit) am Rande der G-8-Tagung in Whistler in Kanada, die Gruppe habe sehr offen über den Nahost-Konflikt gesprochen und sei sich dabei einig gewesen, dass die angestrebte Konferenz stattfinden sollte - "je früher, desto besser". Pique nahm an dem Abendessen der acht Außenminister als Beobachter der Europäischen Union teil. Der G-8-Gruppe gehören die USA, Kanada, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Russland an.

Am Rande des G-8-Treffens verlautete, die Idee der Abhaltung einer Nahost-Konferenz noch im Juli finde breite Unterstützung. Ein hochrangiger Konferenzteilnehmer sprach von einer "Chance 50 zu 50". Auch US-Außenminister Colin Powell sei dafür. US-Präsident George W. Bush wird nach Angaben Powells am Freitag "das amerikanische Volk, die Welt und die Menschen in der Region" des Nahen Ostens über seine Vorstellungen zum Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern informieren. Die Arbeiten der US-Regierung an einem umfassenden Plan zur Lösung des Nahost-Konflikts seien nach zahlreichen Konsultationen mit ausländischen Politikern vorangeschritten, hieß es. (APA/Reuters)

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