Auch das Deo kann Gefahren bergen

13. Juni 2002, 11:52
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Konsumententest listet unerwünschte Ingredienzien auf

Wien - Nicht alles, was gut riecht, tut den Anwendern auch gut. Folgende Stoffe sollten laut den Konsumentenschützern von "Ökotest" nicht in einem guten Deodorant enthalten sein:

- Triclosan: soll die Hautbakterien in Schach halten; kann laut "Ökotest" die Leberfunktion beeinträchtigen.

- Sonstige halogenorganische Verbindungen: eine Gruppe von Stoffen, die Brom, Jod oder Chlor enthalten. Viele gelten als Allergien auslösend, manche erzeugen Krebs oder reichern sich in der Umwelt an.

- Aluminiumsalze: verändern die Hautoberfläche. Die Poren verengen sich und sondern weniger Schweiß ab. Das kann laut "Ökotest" zu Irritationen und Entzündungen der Schweißkanäle führen. In Antitranspirants oder Antiperspirants enthalten.

- Nitro-/Polyzyklische Moschus-Verbindungen: künstliche Duftstoffe, die sich im Fettgewebe anreichern können. "Ökotest": Moschus Ambrette gilt als nerven- und erbgutschädigend (in der EU verboten). Für Moschus Xylol und Moschus Keton dürfte ein Verbot folgen.

- Phthalate: Um die Branntweinsteuer zu umgehen, vergällen Hersteller den in ihren Deos eingesetzten Alkohol mit Diethylphthalat. In anderen Produkten sind Duftstoffe darin gelöst. Phthalate stehen laut "Ökotest" im Verdacht, Leber, Nieren und Fortpflanzungsorgane zu schädigen und wie ein Hormon zu wirken.

- Bedenkliche UV-Filter: z.B. Octyl-Methoxycinnamate steht im Verdacht, wie ein Hormon zu wirken.

- Polyethylenglykole (PEG): können die Haut durchlässiger machen und Schadstoffe in den Körper einschleusen.

- Erdölprodukte, Paraffine und Silikone: billige Ersatzstoffe für hochwertige Öle. (APA)

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